Historie

Der Düsseldorfer Wanderbund wurde 1881 gegründet und ist damit der wohl zweitälteste Wanderverein in Deutschland. Gründer war der Düsseldorfer Amtsrichter Emil F. Hartwich gegründet. Die erste offiziell dokumentierte Wanderung führte er am 18.03.1882 von Gerresheim über Erkrath nach Hilden. Bis heute sind über 7500 Wanderungen dokumentiert.

Der Wanderbund war nicht seine einzige Gründung. Der selbst sehr sportliche Mann hatte durch Vorträge und Buchveröffentlichungen für mehr Leibesertüchtigung in Schulen und im Privatleben öffentliches Aufsehen erregt und aufgrund des wachsenden allgemeinen Interesses viele Vereine gegründet, die sich auf verschiedenste Weise der Leibesertüchtigung widmeten.

Hartwich wurde 1886 bei einem Duell in Berlin getötet. Die Vorgeschichte, die zu diesem Duell mit einem vorher guten Freund führte und dessen Ehe zerstörte, diente Theodor Fontane als Vorlage zu seinem 1895 erschienenen Roman „Effi Briest".

In später Anerkennung seiner Verdienste benannte die Stadt Düsseldorf eine Straße in Oberkassel in "Hartwich Straße". Zudem eröffnete die Stadt mit dem Wanderbund einen "Hartwich-Wanderweg" im Grafenberger Wald, wo auch eine Tafel auf seine historische Bedeutung aufmerksam macht. 2018 brachte der Düsseldorfer Wanderbund mit den Düsseldorfer Jonges gemeinsam eine bronzene Hartwich-Gedenktafel am alten Amtsgerichtsgebäude in der Altstadt an.

1984 verlieh Bundespräsident von Weizsäcker unserem Wanderbund die Eichendorff-Plakette, weil er sich in über 100 jähriger Tradition „besondere Verdienste um Pflege und Förderung des Wanderns, des Heimatgedankens und des Umweltbewusstseins" erworben haben.

Aus Verbundenheit zur Stadt Düsseldorf übernahm der Wanderbund im Jahr 2003 die Paten-Pflegeschaft für die Bronzeskulptur das „Grasende Fohlen" von Renée Sintenis an der „Seufzer Allee" im Hofgarten.